Dieter Scheel

Techniker. Nerd. Ostfriese


Persönliches

Ich bin Ostfriese. Aufgewachsen in der schönen Seehafenstadt Emden, direkt an der Ems und dem Dollart gelegen. Somit verbrachte ich meine Kindheit, Jugend und Schulzeit an der Küste – eine schöne und unbeschwerte Zeit, ganz ohne Computer, Smartphones oder Internet – das gab es schlicht nicht. Statt dessen Freunde, Clique, Fußball und Mädchen. Aber schon damals hatte ich meine technische Neugier nicht im Griff und zerlegte an technischen Geräten was ich in die Finger bekam – sehr zum Leidwesen meiner Eltern. Ich musste einfach herausfinden, wie es funktionierte. Im Zerlegen war ich super – im Zusammensetzen leider nicht.

In den 80ern durfte ich meinen Wehrdienst in Buxtehude leisten, den ich nach dem Grundwehrdienst – ich war gerne Soldat und der Sold war auch nicht schlecht – um vier Jahre als Zeitsoldat im Dienstgrad Unteroffizier und Ausbilder in der Unteroffiziersausbildung verlängerte. Durch die unmittelbare Nähe lernte ich in der Zeit auch Hamburg kennen und lieben. Die Estetal-Kaserne in Buxtehude gibt es leider nicht mehr, sie musste Wohnungen und Läden weichen. An die Übungen als Soldat an der Este mit meinen damaligen Kameraden erinnere ich mich hin und wieder gerne. Schon während der Bundeswehrzeit hatte ich meine erste zaghafte Begegnung mit einem Computer – einer der damals ersten XT-Computer mit 8086 Prozessor. Dies motivierte mich im Handumdrehen zu von der Bundeswehr angebotenen Weiterbildungen im IT-Bereich.


Berufliches

Ich liebe Technik. Nach der Bundeswehrzeit habe ich direkt eine Ausbildung zum Kommunikationselektroniker Fachrichtung Informationstechnik erfolgreich abgeschlossen. Super. Ab dann ging es mehrere Jahre weiter mit Jobs im Bereich IT-Servicetechniker im Raum Ostfriesland. Wenige Jahre nach dem Mauerfall wurde ich als IT-Dozent in Stendal in der Erwachsenenbildung eingesetzt. Mitte der 90er Jahre hatte ich Gelegenheit mehr von der Welt zu sehen – eine berufliche Gelegenheit im Sicherheitsbereich gab mir die Chance in Länder wie Kanada, USA, Großbritannien oder Israel zu reisen. Ich habe nicht nur mein Englisch verbessern können – ich kannte bis dahin ja nur das normale Schulenglisch – sondern auch viele Menschen in den Ländern kennen gelernt und jede Menge technisches Fachwissen aufgesogen.

Nach 2001 Jahre war ich als Techniker in der Gebäudeautomation im gesamten Bundesgebiet tätig. Von Berlin bis Brilon programmierte ich Elesta-Steuermodule in vielen Gewerbegebäuden – von Hotels bis Sparkassen. Daran anschließend war ich selbstständig tätig – anfangs noch mit Kamera und Videoschnittsoftware im Medienbereich, wo ich neben sportlichen Events auch Musikkonzerte aufnahm, schnitt und für Kunden auf DVD bannte.

Seitdem hat sich mein Fokus dynamisch verändert. Neben dem IT-Bereich beschäftige ich mich aktuell auch wieder mit der Gebäudeautomation – Stichwort Smart Home mit Home Assistant. Das beinhaltet auch Schaltungsentwicklung, Prototyping, Installation von Sensoren und Programmierung. Nach anfänglichen Versuchen mit FHEM, OpenHAB und ioBroker landete ich bei Home Assistant und ESPHome – und blieb dabei.

Ein weiterer privater und auch beruflicher Bereich ist für mich das Open-Source Betriebssystem Linux und seine vielfältigen Distributionen. Ich bin schon seit Jahren weg von Microsoft und Windows – Datenschutzprobleme und ständiges Gefrickel für die einfachsten Dinge und das GUI-Design der aktuellen Windows-Versionen ließ meine Augen tränen und meinen Kopf schmerzen. Microsoft will die volle Kontrolle über jeden Rechner mitsamt aller privaten Daten der Anwender auf seinen US-basierten Servern speichern und für sich auswerten. Daher bin ich vor einigen Jahren auf Linux umgestiegen und verwende es bis heute. Die asozialen Medien oder externe Cloud-Speicher benutze ich nicht. Meine Digitale Souveränität ist für mich oberstes Gebot. Niemand ist gezwungen Windows zu benutzen – es gibt bessere Alternativen.

Weiterhin beschäftige ich mich – privat wie gewerblich – mit 3D-Druck. Ich modelliere 3D-Objekte in FreeCAD, exportiere nach STL, slice mit dem PrusaSlicer und drucke die Objekte mit einem Anycubic Vyper. Hauptsächlich verwende ich PLA in verschiedenen Farben, manchmal kommt aber auch TPU oder PETG zum Einsatz – je nach Anforderung. Mein zweiter Drucker – ein Anycubic i3 Mega – druckt ausschließlich elektrisch leitendes PLA z.B. für Wasser- und Feuchtesensoren.


Sonstige Interessen

Bei meinen oben erwähnten beruflichen Reisen ist mir besonders Kanada in Erinnerung geblieben – ich liebe das Land und die Leute und verbrachte meine Urlaube gerne in und um Toronto, Ontario. Der letzte Urlaub war dort eine Tour mit einem Wohnmobil durch die Provinz Ontario. Angefangen in Toronto mit der Übernahme des Wohnmobils ging es dann durch Ontario am Lake Simcoe bis nach Parry Sound an der Georgian Bay runter zum Lake Huron und entlang des Lake Erie zu den Niagara Fällen und dann wieder zurück nach Toronto.

Wenn ich die Gelegenheit hätte würde ich sofort in Kanada leben und arbeiten. Die Kommunikation mit Menschen, die ich dort kennengelernt hatte ist auch heute noch lebendig – momentan leider nur per Messenger oder Mail, da Reisen zu teuer geworden ist. Wer mehr über unsere Wohnmobil-Tour wissen möchte, kann gerne anfragen.

Derzeit lebe ich in der Altmark in einem kleinen, ruhigen Ort zwischen Stendal und Magdeburg.

Wenn ich nicht gerade beruflich eingebunden bin, sitze ich öfter in meiner Werkstatt und entwickle Prototypen – aktuell eine neue Wetterstation in Stevenson-Bauweise sowie einen Multi-Sensor mit Radar-Bewegungsmelder, Fenster- und Feuchte-Sensor der in eine Wand der Küche verschwindet und somit unsichtbar ist. Davon abgesehen trinke ich gerne mal ein Bier und schaue Filme und Serien mit Beamer und großer Leinwand im privaten Kino.


Zuletzt aktualisiert am 26. September 2026