Der größte Teil meiner Hardware ist ein wenig in die Jahre gekommen. Dank Linux läuft aber alles sehr stabil. Daher gibt es keine Veranlassung, meinen Geräte-Zoo in naher Zukunft zu aktualisieren oder ein Gerät neu zu kaufen. Aufgrund der momentanen exorbitanten Preise für Speicher ist es sowieso unmöglich für mich. Ich bin zufrieden mit dem was ich momentan besitze und kann damit uneingeschränkt arbeiten.


Mein Arbeits-PC

ist ein AMD-basierter Mini-PC wie er unter verschiedenen Bezeichnungen für unter 200€ angeboten wurde. Mit Linux läuft das kleine Ding problemlos stabil und flüssig. Wichtig war mir ein Speicher von mindestens 16 Gbyte und mindestens zwei M.2 Steckplätze für SSDs. Die gesamte Leistungsaufnahme mit LG Display (2560×1080) liegt bei sparsamen 70 Watt. Im Vergleich: mein vorheriger Arbeitsrechner genehmigt sich unter gleichen Bedingungen über 100 Watt aus der Leitung. Den kompakten Mini-PC mit 13cm Kantenlänge habe ich an die Rückseite des Displays geschraubt, zusammen mit einer flexiblen Monitorhalterung – VESA sei Dank.


Der KI- und Spiele-PC

war mein bisheriger Arbeits-PC. Er ist verhältnismäßig laut und pustet, je nach Auslastung, sehr viel heiße Luft in den Raum – gerade an heißen Tagen nicht sehr angenehm. Dank der leistungsfähigen GPU setze ich den Rechner auch mit ComfyUI ein, um KI-generierte Bilder zu erzeugen. Dabei wird der Rechner bis zum Maximum belastet, alle fünf Lüfter sind dann im Dauereinsatz und die Abluft wird sehr heiß. Jetzt steht der Rechner im kühlen Keller in einem Eckregal, per WOL und einen Shelly-Schalter kann ich ihn komfortabel per Automation, Smartphone oder Alexa einschalten und auch wieder herunterfahren – vor Ort oder per VPN auch von außerhalb. Das Videobild wird mit Sunshine über das Hauseigene Gigabit-Netzwerk gestreamt und auf meinem Arbeitsrechner mit Moonshine angezeigt. Eingabegeräte wie Tastatur und Mouse werden über das Netzwerk zum Rechner im Keller gestreamt. Wer mehr darüber wissen möchte, kann gerne die obigen Links klicken oder warten, bis ich mein Setup im Detail beschrieben habe – es ist sehr einfach zu installieren. Man kann damit nicht nur Spiele über das Netzwerk streamen, sondern auch Anwendungen. Ich verwende es für mein Videoschnittprogramm Blackmagic daVinci Resolve, Blender 3D oder den Video-Transcoder Handbrake.

Da das von der GPU erzeugte Bild auf dem Host (Sunshine) in Echtzeit über das Netzwerk an den Client (Moonlight) gestreamt und sehr effektiv komprimiert wird sowie eine hohe Bitrate im lokalen Netzwerk zur Verfügung steht, sind kaum Qualitätseinbußen bzw. Komprimierungsartefakte sichtbar. Tastatur- und Mouse-Eingaben werden über den gleichen Weg latenzfrei an den Host zurück gesendet. Seitdem ich meinen Hitzkopf-Rechner in den kühlen Keller verbannt habe, bleibt das Büro auch bei Rendering-Sessions, Spielen oder langwierigen KI-Berechnungen angenehm kühl. Als positiver Nebeneffekt sorgt die kühlere Kellerluft dafür, das die heiße Abluft vom Rechner schnell abkühlt. Also eine Win-Win Situation sozusagen.

Mein ehemaliger Arbeitsrechner war damals ein Selbstbau-Projekt aus vielen einzelnen Komponenten – sorgsam ausgesucht und dann zusammengebaut. In der Bilderstrecke sind die Komponenten aufgeführt. Die Installation der CPU in den Sockel war für mich nervenaufreibend – letztlich lief der Rechner auf Anhieb und tut dies bis zum heutigen Tag. Die einzigen Komponenten, die über die Zeit verändert wurden, sind das Gehäuse und die Grafikkarte.


Smartphones

kaufe ich seit einigen Jahren ausschließlich von der Firma Motorola. Der Preis für das von mir gewählte Modell Edge 60 Pro – momentan unter 400€ – und die dafür gebotene Ausstattung sind für mich einfach perfekt. Die Qualität der Fotos und Videos sind dank optischem Bildstabilisator von hoher Qualität, das OLED-Display ist hell, kontrastreich und draussen in der Sonne gut ablesbar. Da es eine MIL-Standard Zertifizierung besitzt, ist es äußerst robust und trotzdem dünn und sieht schick aus. Ein hochwertiges Oberklassen-Smartphone zum Mittelklassen-Preis. Es bietet von eSIM bis NFC und guter Akkulaufzeit alles, was der Technik-Nerd begehrt. Ich kann das Smartphone nur empfehlen – mehr Geld muß man nicht ausgeben.


Mein Notebook

als mobiler PC-Ersatz für unterwegs und bei Kundenbesuchen ist für mich sehr wichtig. Gewählt habe ich einen Kompromiss zwischen Laufzeit, Leistung und großem matten Display. Das Ergebnis war ein Lenovo Legion mit den unten angegebenen Daten. Auf dem Gerät habe ich – wie bei meinem KI- und Spielerechner eine Linux-Distribution installiert. Aufgrund der NVIDIA GPU ist neben Videoschnitt und 3D Modeling auch das eine oder andere Spiel zur Entspannung möglich. Die meisten Windows-Spiele laufen flüssig, bei einigen Spielen musste ich die Qualitätseinstellungen moderat reduzieren, um spielbare Bildraten zu bekommen.

Statt der Linux-Version von Blackmagic Resolve läuft auf meinem Notebook die Open-Source Videoschnitt-Software KDenlive – für den schnellen Schnitt unterwegs, da das Notebook leider nicht die Mindestanforderungen für Blackmagic Resolve erfüllt. Speziell der zu kleine Arbeitsspeicher mit 16 GByte ist hier ein Problem, eine Speicher-Aufrüstung ist im Moment finanziell nicht drin.


Mein altes Tablet

ist ein guter Kompromiss zwischen Smartphone und Notebook, wenn es mal leicht und klein sein soll. Das Lenovo Yoga Tablet ist – wie ein Notebook – zu- bzw. um 360° umklappbar – hat eine große Fläche, die mit einem Stift wie ein Grafiktablet zum Zeichnen benutzt werden kann. Handschriftliche Notizen oder Ad-hoc-Skizzen sind damit schnell gemacht. In der gleichen Fläche ist eine beleuchtete Halo-Tastatur eingebaut, so dass ich auch mal schnell im Internet surfen oder längeren Text eingeben kann. Ich benutze das Tablet gerne in meiner Werkstatt zum schnellen Zeichnen von Schaltungen, handschriftlichen Notizen oder zum Lesen von Magazinen und Zeitschriften.


Zuletzt aktualisiert am 10. August 2026